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Gesundheit

Kreis lässt Verdacht auf erhöhte Krebsrate untersuchen

Steimbke (dpa/lni) - Der Kreis Nienburg will die Zahl der Krebserkrankungen in Steimbke untersuchen lassen. Nach einem Bericht des NDR-Magazins "Markt" sind dort von 1998 bis 2007 fünf Menschen unter 40 Jahren an Leukämie erkrankt.

Statistisch gesehen hätte es nur eine Erkrankung in dem Zeitraum geben dürfen. "Wir nehmen den Hinweis auf die erhöhte Zahl an Leukämieerkrankungen sehr ernst", teilte Landrat Detlev Kohlmeier am Montag mit. Der Landkreis werde deshalb eine Untersuchung beim Krebsregister beantragen.

Die Grünen im Landtag fordern eine Klärung, ob die Krebsfälle im Zusammenhang mit der Erdölförderung in der Samtgemeinde stehen. Dort befindet sich ein mit Benzol verschmutzter Förderplatz. Boden und Grundwasser werden zurzeit saniert. "Benzol ist bekanntermaßen stark krebserregend und kann Auslöser für Leukämie sein", teilte der umweltpolitische Sprecher, Volker Bajus, mit.

In den vergangenen zwei Jahren wurde bereits in der Gemeinde Bothel und in Rotenburg eine erhöhte Krebsrate bei Männern festgestellt. Die Ursache ist noch unklar. Bürger befürchten, dass die Erdgasförderung in der Region dafür verantwortlich ist. Das Land lässt seit Ende Juli den Boden an mehr als 200 Erdgasförderplätzen auf Schadstoffe untersuchen. Die ersten Ergebnissen könnten in den nächsten Wochen vorliegen.

dpa


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