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Bei Renovierungsarbeiten wurden menschliche Knochen gefunden.

Bei Renovierungsarbeiten wurden menschliche Knochen gefunden. © Holger Hollemann/Archiv

Geschichte

Knochenfund: Mord vor mehr als 300 Jahren?

Bei Renovierungsarbeiten im Leineschloss in Hannover sind die Bauarbeiter auf menschliche Knochen gestoßen. "Die Leiche lag in rund acht Metern Tiefe unter dem Fundament", sagte Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, am Freitag.

Hannover. Bei den Knochen könnte es sich um die sterblichen Überreste des Grafen Philipp Christoph von Königsmarck handeln, der in der Nacht zum 1. Juli 1694 in Hannover spurlos verschwunden war. Damit würde ein mehr als 300 Jahr alter Kriminalfall möglicherweise doch noch geklärt.

Die Knochen waren am 10. August entdeckt und in der Medizinischen Hochschule Hannover untersucht worden. Eine genaue Todesursache konnten die Experten nicht mehr feststellen. Von Königsmarck war ein hannoverscher Offizier und Hofkavalier. Er hatte eine Liebesbeziehung mit Prinzessin Sophie Dorothea von Braunschweig und Lüneburg, die verheiratet war. Beide planten die Flucht, wurden aber verraten. Daraufhin verschwand der Graf spurlos. Nun soll die DNA mit der von noch lebenden Nachfahren verglichen werden. Sollte es Übereinstimmung geben, "dann könnten wir doch noch den Nachweis erbringen, dass es Mord war", sagte Klinge.

dpa


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