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Blick auf einen Teil des Klinikums in Delmenhorst (Niedersachsen).

Blick auf einen Teil des Klinikums in Delmenhorst (Niedersachsen). © Ingo Wagner/Archiv

Gesundheit

Klinik setzt nach Mordserie auf externe Leichenschau

Das Josef-Hospital Delmenhorst sieht die qualifizierte Leichenschau als nötige Maßnahme, um Klinikmorde zu verhindern. Die Klinik hat sie als Reaktion auf die Mordserie des Krankenpflegers Niels H.

Delmenhorst/Hannover. am 1. März 2017 eingeführt. Die externe Leichenschau sei ein wichtiger Teil eines Maßnahmenpaketes, das die Patientensicherheit verbessere, sagte Klinikchef Thomas Breidenbach. Ein unabhängiger Mediziner prüft dabei erneut die Angaben zu dem Toten des Arztes, der den Totenschein ausgestellt hat.

Nach den Morden des Krankenpflegers Niels H., der im Februar 2015 vor Gericht bis zu 90 Taten gestanden hatte, hatte Niedersachsen das Krankenhausgesetz verändert. Dadurch soll etwa der Medikamentenverbrauch besser kontrolliert werden können. Auch für das Bestattungsgesetz gibt es einen neuen Entwurf. "Da das Projekt in Delmenhorst gerade erst begonnen worden ist, dürfte mit Erfahrungen erst in einiger Zeit zu rechnen sein", teilte das Sozialministerium mit. Das Delmenhorster Modell ließe sich aber auch in anderen Kliniken durchführen.

dpa


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