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Prozesse

Kleingärtner streiten vor Gericht um Videokamera

Viel Lärm um möglicherweise gar nichts: Ein Streit um eine Überwachungskamera in einer Kleingartenkolonie in Hannover hat das Amtsgericht der Stadt in Atem gehalten.

Hannover. Ein Pächter soll auf seinem Grundstück eine Videokamera installiert haben, erklärte am Montag vor Gericht allerdings, dass die Kamera nur eine Attrappe sei. Ein Nachbar hatte seine Persönlichkeitsrechte verletzt gesehen, weil die Kamera seiner Ansicht nach auch sein Grundstück abbildet. Mit einer einstweiligen Verfügung wollte er erreichen, dass die Videokamera sofort abgebaut werden muss.

Jedoch: Seit Dezember 2015 sei ein Dummy am Haus installiert, diese Kamera könne gar keine Bilder machen, sagte der Pächter. Der Grund für das Manöver: Silvester 2013 sei bei ihm eingebrochen worden, er habe den Täter in die Flucht geschlagen. Der Mann lebt dauerhaft in dem Häuschen - wie auch sein Nachbar. "Ich hatte nach dem Einbruch eine echte Kamera für drinnen gekauft, diese dann aber draußen angebaut, damit die Abschreckungswirkung größer ist", schilderte der Beklagte.

Dass es sich um eine echte Kamera handelt, konnte der klagende Nachbar nicht beweisen. Das müsse ein Gutachter klären. Es sei daher nicht ersichtlich, weshalb eine sofortige Demontage erforderlich sei, betonte die Richterin. Ihre Entscheidung über eine einstweilige Verfügung will sie am 12. Mai verkünden. Dass der Kläger schlechte Chancen hat, hat die Richterin aber bereits angedeutet.

dpa


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