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Klägerseite: Porsche-Musterverfahren wichtiger Etappensieg

In den milliardenschweren Schadenersatzklagen gegen die Porsche-Holding hat die Klägerseite die Bündelung zentraler Streitfragen für das Oberlandesgericht (OLG) Celle begrüßt.

Hannover. "Dies stellt einen wichtigen Etappensieg für die von uns vertretenen Kläger dar", sagte Anwalt Andreas Tilp am Mittwoch. "Denn erfahrungsgemäß werden die Erfolgschancen der Kläger mit der Durchführung eines Musterverfahrens deutlich erhöht", sagte Tilp, dessen Kanzlei insgesamt drei Klagen gegen die Porsche-Mutter PSE und Volkswagen führt. Sie kreisen zusammen um 3,4 Milliarden Euro Schadenersatz.

Zuvor hatte das Landgericht Hannover die drei Fälle Tilps sowie einen weiteren Fall für Grundsatzentscheidungen an das OLG Celle verwiesen. Damit greift das sogenannte Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG), bekannt etwa aus Fällen gegen die Telekom und die Bank HRE, bei denen der Kapitalmarktrechtler Tilp ebenfalls Klagen führte.

Ein Sprecher der beklagten Porsche SE sagte: "Nachdem bereits verschiedene Zivilgerichte die Rechtsauffassung der Porsche SE geteilt haben, ist es für uns unerheblich, vor welchem Gericht die Klagen verhandelt werden." Das KapMuG-Verfahren bietet jedenfalls die Chance, "die Vorwürfe der Kläger zügig und verbindlich zu klären".

Die Richter in Celle sollen 83 Aspekte, die allen Klagen gemeinsam sind, nun als nächsthöhere Instanz vorentscheiden. Dabei erfolgen noch keine endgültigen Urteile, aber wichtige Weichenstellungen. Hintergrund der Klagen in Hannover ist die Übernahmeschlacht zwischen der Porsche-Mutter PSE und Volkswagen vor rund acht Jahren. Anleger sehen sich dabei rückblickend fehlinformiert und um Geld gebracht.

dpa


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