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Kindsmord-Prozess: Mediziner sieht unnatürliche Todesursache

Im Prozess gegen eine Mutter, die vor 42 Jahren ihren Sohn getötet haben soll, geht ein Rechtsmediziner von einer unnatürlichen Todesursache aus. Für sein Gutachten sichtete er Unterlagen von Kollegen aus den 1970er Jahren und setzte sich mit möglichen Tötungsszenarien auseinander.

Neuruppin. In keiner Variante habe sich schlüssig erklären lassen, dass der Junge bei einem Unfall zu Tode gekommen sei. Die Frau soll in Schwedt (Oder) ihren damals achtjährigen Sohn getötet haben. Zu Verhandlungsbeginn bestritt sie die Tat, seitdem schweigt die Angeklagte, die heute in Göttingen lebt.

Die Anklage wirft ihr vor, ihren schlafenden Sohn nachts in die Küche getragen und dann in die Nähe des Gasherds gelegt zu haben. Er soll Kohlenmonoxid eingeatmet haben, danach soll sie den bewusstlosen Jungen zum Sterben in sein Bett gelegt haben.

Auch der damalige Notarzt bestätigte vor Gericht seinen Verdacht, dass Mario 1974 auf nicht natürliche Weise ums Leben kam. Auch die älteste Tochter der Angeklagten vermutet, dass ihre Mutter für den Tod ihres Bruders verantwortlich ist. Die jüngste Tochter wies die Anschuldigungen gegen ihren Mutter zurück.

dpa


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