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Archäologie

Kindermumien werden im Computertomographen untersucht

Das Geheimnis von zwei altägyptischen Kindermumien aus dem Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museums soll gelüftet werden. Mit modernster Technik wollen Wissenschaftler unter anderem das Geschlecht, das Alter und die Todesursache herausfinden.

Hildesheim. Am Mittwoch sollten die Tausende Jahre alten balsamierten Körper in den Computertomographen des St. Bernward Krankenhauses in Hildesheim geschoben werden.

Bei einem der beiden Kinder fehlt der rechte Oberarm. Er wurde nachträglich durch den Arm eines Erwachsenen ersetzt. Dies hätten Voruntersuchungen ergeben, sagte der Ägyptologe des Museums, Christian Bayer. "Wir wollen wissen: Warum fehlt dem Kind der Arm? Wo kommt er her?"

Die Forschungsergebnisse sollen im kommenden Jahr vom 12. Februar bis zum 28. August in der Sonderausstellung "Mumien der Welt" präsentiert werden. Die Schau entsteht in Zusammenarbeit mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und dem German Mummy Projekt. Gezeigt werden Mumien und Mumifizierungstraditionen in verschiedenen Kulturräumen. Die Bestattungsform gab es nicht nur in Ägypten oder Peru. Die Methoden sind nach Museumsangaben auf allen bewohnten Kontinenten nachweisbar.

Auch das Anthropologische Institut der Universität Göttingen ist an der Erforschung der Kindermumien beteiligt. Dort sollen die seltenen Objekte nach der Sonderausstellung weiter wissenschaftlich untersucht werden.

dpa


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