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Vor Spielzeugliegt auf einem Tisch ein ärztliches Untersuchungsheft.

Vor Spielzeugliegt auf einem Tisch ein ärztliches Untersuchungsheft. © Frank May/Archiv

Gesundheit

Kinder gehen nicht mehr so oft zu Vorsorgeuntersuchungen

Ist mein Kind zu dick? Und das Lispeln, wächst sich das noch aus? Mit den sogenannten U-Untersuchungen sollen Entwicklungsverzögerungen und Krankheiten bei Kindern früh entdeckt werden. In Niedersachsen nutzen Eltern die Vorsorge aber nicht mehr ganz so regelmäßig wie früher.

Hannover. Eltern in Niedersachsen gehen mit ihren Kindern nicht mehr so regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen wie in den Vorjahren. Die aktuelle Quote liegt nach Angaben des Sozialministeriums bei rund 90 Prozent. 2015 wurde bei Schuleingangsuntersuchungen dagegen noch für 92,4 Prozent aller Kinder ein Vorsorgeheft vorgelegt, 2014 sogar für 93,8 Prozent.

Das Sozialministerium bezeichnet den aktuellen Wert dennoch als stabil. Nicht jede Vorsorge-Untersuchung werde von Kinderärzten auch gemeldet. "Ärzte können die Meldung schlicht vergessen. Zwischen all der Bürokratie und bei etwa 5 bis 20 solcher Untersuchungen am Tag kann mal was untergehen", sagte Burkhard Lawrenz vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Auch Eltern könnten die Termine einfach verpassen - das komme in Familien quer durch alle Bildungsschichten vor.

Mit den sogenannten U-Untersuchungen sollen Krankheiten von Kindern möglichst früh entdeckt werden. Auch die Entwicklung der Sprache, Motorik und des Sehvermögens wird in bestimmten Abständen überprüft. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Untersuchungen. Zudem wird derzeit über die Aufnahme einer verpflichtenden Beratung zum Impfschutz diskutiert.

In Niedersachsen bekommen alle Eltern vom Sozialministerium Einladungen zu den Untersuchungen. Wenn sie nicht erscheinen, gibt es eine Erinnerung. Wenn ein Kind nachweislich nicht bei der Untersuchung war, kann auch das Jugend- oder Gesundheitsamt informiert werden. Ob die Behörden bei den Familien nachfragen, werde allerdings ganz unterschiedlich gehandhabt.

Nach Angaben von Kinderarzt Lawrenz gibt es nur sehr wenige Eltern, die den Untersuchungen kritisch gegenüber stehen und sie für ihr Kind ablehnen.

dpa


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