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Herbert Diess.

VW: Management und Betriebsrat wollen ohne Jobabbau durch die Krise. Situation der Leiharbeiter bleibt jedoch ungewiss.

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 Keine Gefahr für VW-Stammbelegschaft

Trotz der Kosten für den Abgasskandal will Volkswagen bei den Stammbeschäftigten keine Jobs abbauen. „Ich sehe keine Bedrohung für die Stammbelegschaft“, sagte VW-Markenchef Herbert Diess.

Wolfsburg. Diess betonte, es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass es neben den Abgas-Manipulationen und geschönten CO2-Angaben weitere Verfehlungen gebe. Betriebsratschef Bernd Osterloh warnte davor, die gesamte VW-Belegschaft unter Generalverdacht zu stellen. Auf Einschnitte bei der Beteiligung am Gewinn müssten sich die Mitarbeiter aber gefasst machen.

Mit Blick auf die Zeitarbeiter, von ihnen gibt es bei der Volkswagen AG in Deutschland gut 7000, wollte der Markenchef noch keine Einschätzungen geben. „Bei der Übernahme von Leiharbeitern müssen wir sicher vorsichtig sein in der jetzigen Zeit“, sagte er. Zum forcierten Sparprogramm, mit dem sich der Konzern gegen die milliardenschweren Folgen des Skandals stemmt, sagte Diess: „Wir waren in einigen Investitionsprogrammen schon etwas großzügig unterwegs. Da haben wir eingegriffen. Wir werden uns sicher nicht um die Zukunft sparen.“ So gelte es beispielsweise, 2019 oder 2020 eher noch mehr Elektrofahrzeuge ins Programm aufzunehmen. Ausschließen könne er auch Verzögerungen bei nächsten Golf. „Der Golf ist unser Kernmodell und wir werden mit dem neuen Golf 8 auch etwas sehr Richtungsweisendes auf die Beine stellen.“

Zum im Frühling anstehenden Bonus für die rund 120 000 Mitarbeiter im VW-Haustarifvertrag sagte Diess: „Das Unternehmen wird weniger verdienen und die finanzielle Anspannung steigt beträchtlich. Da muss man natürlich reagieren. Wir können nicht so tun, als wäre nichts passiert.“ Osterloh ergänzte: „Wir kriegen da schon was hin. Aber ich kann heute schon sagen, dass der Bonus nicht auf dem Niveau des Vorjahres liegen kann. Darüber sind wir uns doch alle im Klaren.“ Der Vorstand müsse aber auch mit gutem Beispiel vorangehen. Diess sagte zum Thema Verzicht: „Man muss über alles nachdenken. Der Bonus ergibt sich proportional zur wirtschaftlichen Leistung des Unternehmens und wir werden ein schlechtes Jahr haben im Vergleich zum Vorjahr.“

dpa


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