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Kriminalität

Jugendliche zerstören Grabsteine auf jüdischem Friedhof

Jugendliche sollen für die Zerstörungen auf dem jüdischen Friedhof von Bleckede im Landkreis Lüneburg vom März verantwortlich sein. Ein rechtsextremistischer Hintergrund könne ausgeschlossen werden, teilte eine Polizeisprecherin am Freitag in Lüneburg mit.

Bleckede. Zwei Jungs und ein Mädchen im Alter von 14 bis 15 Jahren hätten sich verantwortlich gezeigt. Drei weitere Mädchen - zwei 13-Jährige und eine 14-Jährige - hätten zugeschaut. Das Sextett habe sich dann zunächst reumütig einer Lehrerin anvertraut und eingestanden, am 18. März auf dem Friedhof gewesen zu sein.

Insgesamt elf Grabsteine waren dort laut Polizei umgeworfen worden, der entstandene Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro. Das Lüneburger Staatsschutzkommissariat hatte die Ermittlungen übernommen. "Mittlerweile kann ein rechtsextremistischer Hintergrund komplett ausgeschlossen werden, auch wenn die Kinder und Jugendlichen sich zweifelsohne gedankenlos verhalten haben", sagte die Sprecherin. Die Polizei ermittele nur noch wegen Sachbeschädigung.

Bereits 1985 wurden in Bleckede elf jüdische Gräber geschändet. Drei Jahre zuvor waren dort neun Grabsteine umgeworfen und vier zerbrochen worden. Die Steine wurden damals mit Hakenkreuzen geschändet.

dpa


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