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Ein Blaulicht eines Polizeiwagens.

GANZ SCHÖN HOCH: Der Fernsehturm in Molbergen ist stolze 222 Meter hoch, ein Aufstieg ist sehr gefährlich.

Notfälle

Jugendliche klettern auf Fernsehturm in Molbergen

Junge Männer und Mutproben gehören zusammen wie Pubertät und Stimmbruch. Vier Jugendliche im Kreis Cloppenburg haben nachts einen 222 Meter hohen Fernsehturm bestiegen. Doch wie kamen sie wieder runter?

Molbergen. Eine Mutprobe von vier Jugendlichen im Kreis Cloppenburg hat am Mittwochabend einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst: Drei 15 Jahre alte Jungen kletterten zusammen mit einem 17-Jährigen auf den 222 Meter hohen Fernsehturm in Molbergen.

Nachdem Zeugen die Polizei verständigt hatten, forderten Streifenbeamten die vier Jungen per Lautsprecher auf, von der obersten Plattform des 222 Meter hohen Turms herunterzukommen - allerdings zunächst vergeblich, wie Polizeisprecher Jan-Dirk Meiners berichtete.

Die Polizisten verständigten die Feuerwehr und forderten einen Polizeihubschrauber an, der mit Scheinwerfern und Wärmebildkameras den Turm umflog. Auch die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Oldenburg bestieg den Fernsehturm. Von den Jugendlichen war zu dem Zeitpunkt allerdings nichts mehr zu sehen, sie hatten inzwischen doch der Aufforderung der Polizei Folge geleistet, waren alleine unbemerkt wieder vom Turm geklettert und geflüchtet.

Den Ermittlern gelang es aber schnell, die Identität der vier Jungen festzustellen, sie statteten ihnen zu Hause einen Besuch ab. Die vier hatten sich über soziale Netzwerke zur Turmbesteigung verabredet. "Die Polizei hat auch Bilder, die sie bei WhatsApp gepostet haben, sichergestellt", sagte Meiners.

Wie genau die Jugendlichen auf den Turm gekommen sind, weiß die Polizei noch nicht. "Das fragen wir uns auch", sagte Meiners. Außen am Turm führe eine Leiter nach oben, die aber nach gut acht Metern von einem Deckel verschlossen ist. Um dieses Hindernis zu überwinden, hätten die Jungen außen herum klettern müssen. Bisher hätten sie sich aber nicht dazu geäußert, wie sie nach oben gekommen seien.

Die mutmaßliche Mutprobe sei auf jeden Fall sehr gefährlich gewesen, sagte der Polizeisprecher. "Sie sind da ohne Seil rauf und hätten an jeder Stelle auch abstürzen können." Ermittelt werde wegen Hausfriedensbruchs.

Wer für die Kosten des Einsatzes, der von 20.45 Uhr bis gegen Mitternacht dauerte, aufkommen muss, steht noch nicht fest. Möglicherweise kommt auf die vier Jungen also außer Ärger mit der Polizei auch noch eine dicke Rechnung zu.


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