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Der 2012 eröffnete JadeWeserPort kam bisher nur schleppend in Fahrt.

Der 2012 eröffnete JadeWeserPort kam bisher nur schleppend in Fahrt. © Ingo Wagner/Archiv

Schifffahrt

JadeWeserPort hofft auf Schwung durch Frachter aus Fernost

Der einzige deutsche Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven schwächelt immer noch. Doch der Umschlag könnte mit den Containerschiffen eines neuen Reederei-Verbundes deutlich steigen, hoffen Politik und Hafenbetreiber.

Wilhelmshaven/Hamburg. Ein Frachter des neuen Reederei-Verbundes Ocean Alliance ist am Samstag erstmals in Wilhelmshaven eingelaufen. Das Containerschiff "OOCL Tianjin" legte am Mittag am Containerterminal JadeWeserPort an. Mit gut 8000 Stellplätzen für Standardcontainer (TEU) zählt es zu den kleineren Frachtern im Containerverkehr. Der Betreiber Eurogate und das Land Niedersachsen erhoffen sich aber von dem neuen Asiendienst aus Fernost einen kräftigen Schub für Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen.

Der 2012 eröffnete JadeWeserPort kam bisher nur schleppend in Fahrt. 2016 lag zwar der Umschlag mit 482 000 umgeschlagenen Standardcontainern (TEU) um 13 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Von dem langfristigen Ziel mit 2,7 Millionen TEU ist Wilhelmshaven aber noch weit entfernt.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) sieht daher mit der Entscheidung der Reeder-Allianz einen "ganz wichtigen nächsten Meilenstein erreicht". Für die Außenwirkung des jungen Hafens sei es enorm wichtig, dass Wilhelmshaven jetzt über acht Reedereien erreichbar sei. "Im nächsten Jahr hoffe ich, dass sich der Containerumschlag in Richtung eine Millionen TEU entwickeln wird", sagte Lies.

Als Konkurrenz zu Hamburg oder Bremerhaven sieht Niedersachsen das Projekt aber nicht: Über eine norddeutsche Hafenkooperation solle mehr Umschlag nach Deutschland kommen, hatten der Minister und seine Vorgänger stets betont.

Deutlich größer als der Erstanlauf in Wilhelmshaven soll am Montag das Einlaufen der "MOL Triumph" in Hamburg ausfallen. Mit 400 Metern Länge und Platz für 20 170 TEU ist es das bisher größte Frachtschiff, das an einem Hamburger Kai festmacht. Doch es wird nur halb beladen sein, denn es ist zu hoch, um unter der Köhlbrandbrücke hindurchzufahren. Und die Elbe wird noch länger nicht den nötigen Tiefgang für Mega-Frachter bieten: Die Vertiefung der Fahrrinne stockt nach einem aufschiebenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Februar. In diesem Jahr werden die Bagger nicht mehr loslegen.

dpa


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