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Volkswagen Logo. © Patrick Pleul/Archiv

Auto

Informationspflicht: VW sieht sich durch Rechtsgutachten entlastet

Mit Blick auf drohende Schadenersatz-Forderungen von Aktionären in der Abgas-Affäre sieht sich der VW-Vorstand durch ein Rechtsgutachten entlastet. Dabei geht es um die Frage, ob Volkswagen die Kapitalmärkte zu spät über die manipulierten Messwerte bei Dieselautos informiert hat.

Berlin/Wolfsburg. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Konzernkreisen erfuhr, heißt es in dem Gutachten, der Vorstand habe die Märkte nicht zu spät darüber in Kenntnis gesetzt.

Als der Vorstand von den Verstößen erfahren habe, sei es um die Abwägung gegangen, zunächst im Interesse des Konzerns den Sachverhalt aufzuklären oder direkt die Märkte zu informieren. Dabei sei es "vertretbar, wenn nicht sogar geboten" gewesen, dass der Vorstand zunächst den Sachverhalt intern habe klären wollen.

Das Gutachten einer Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei sei auch bei der Sitzung des VW-Aufsichtsratspräsidiums am Mittwochabend vorgestellt worden, hieß es. Ein VW-Sprecher bestätigte die Existenz des Gutachtens, wollte zum Inhalt aber keine Stellung nehmen.

Verschiedene Investoren erwägen nach Angaben von Kanzleien Klagen gegen VW, weil der Autobauer die Finanzmärkte zu spät informiert habe. Kurz nach Bekanntwerden der manipulierten Abgasttests war die VW-Aktie auf Talfahrt gegangen.

Wann genau der VW-Vorstand von den Verstößen erfahren hat, ist weiter unklar. Nach Medienberichten hat der damalige Vorstandschef Martin Winterkorn am 3. September gegenüber der US-Umweltbehörde EPA die Manipulation der Abgaswerte von Dieselfahrzeugen eingeräumt. Die EPA informierte darüber am 18. September. Winterkorn trat in der vergangenen Woche als Konzernchef zurück.

dpa


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