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Kriminalität

Im Leeraner Entführungsfall weitere Anklage erhoben

Im Entführungsfall eines Reeders im April 2016 in Leer hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen weiteren mutmaßlichen Mittäter erhoben. Dem 30 Jahre alten Mann aus Polen werde erpresserischer Menschenraub und besonders schwere räuberische Erpressung vorgeworfen, sagte Staatsanwältin Katja Paulke am Donnerstag.

Aurich. Der Beschuldigte wurde im Januar aufgrund eines gegen ihn bestehenden Europäischen Haftbefehls in Polen festgenommen und nach Deutschland überstellt. Seit Anfang Februar sitzt er in Untersuchungshaft.

An der Entführung des Reeders waren nach den Ermittlungen acht Menschen beteiligt, darunter eine damals 90 Jahre alte Frau. Gegen vier Angeklagte sind inzwischen die Urteile gesprochen worden. Die Frau wurde wegen Beihilfe zum erpresserischen Menschenraub zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die anderen erhielten Strafen zwischen zwei Jahren auf Bewährung sowie sechs Jahren und vier Monaten. Die Staatsanwaltschaft hat ebenso wie drei Angeklagte Revision eingelegt. Das Verfahren gegen den Haupttäter, den Sohn der Seniorin, sei wegen Krankheit des Angeklagten abgetrennt worden, sagte Paulke. Zwei Verdächtige seien weiter flüchtig.

Der Reeder war im April 2016 bei einer fingierten Polizeikontrolle auf dem Weg zur Arbeit entführt worden. Das geforderte Lösegeld von einer Million Euro wurde zunächst auf das Konto der Seniorin überwiesen. Die Bank buchte es aber zurück, die Täter gingen leer aus. Das Opfer war in der Zwischenzeit unverletzt freigekommen.

dpa


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