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Niedersachsen IG Metall greift DIHK-Präsident Schweitzer an
Nachrichten Niedersachsen IG Metall greift DIHK-Präsident Schweitzer an
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17:43 29.05.2018
Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Quelle: Sven Hoppe/Archiv
Berlin

Der "Vorzeige-Lobbyist deutscher Unternehmen" sei ein Mann mit zwei Gesichtern, teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Er zahle in einigen Unternehmen keine Tariflöhne, mitunter sogar "Billig-Löhne". "Die Alba-Brüder sollen gefälligst anständig zahlen", hieß es.

Ein Unternehmenssprecher wies die Vorwürfe zurück. "Etwas Unanständiges kann ich nicht entdecken." Alba verhalte sich völlig korrekt und zahle mehr als den Mindestlohn. Schweitzer führt mit seinem Bruder Axel die Alba Group, einen Recycling-Konzern mit weltweit 7500 Beschäftigten in zahlreichen Tochtergesellschaften.

Die Kritik der IG Metall konzentriert sich auf die Alba Metall Nord, einen Metallaufbereiter mit 326 Mitarbeitern in Wilhelmshaven, Rostock sowie Berlin und Umgebung. Der IG Metall konnte hier keinen Haustarifvertrag durchsetzen. Dieser würde aus Alba-Sicht den unterschiedlichen Wettbewerbssituationen der Standorte nicht gerecht.

Die Gewerkschaft kritisierte, es gebe für harte Arbeit Bruttolöhne ab 9,10 Euro pro Stunde. Eine Schmutzzulage sei für Neueinsteiger gestrichen worden, zudem gebe es kein Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Alba-Sprecher Henning Krumrey sagte, lediglich fünf der 118 Beschäftigten in Berlin erhielten 9,10 Euro pro Stunde, die übrigen verdienten mehr. Die Zulage sei in den 90er Jahren weggefallen. Wer vorher eingestellt wurde, bekomme auch eine Jahressonderzahlung. In Wilhelmshaven und Rostock gebe es seit kurzem betriebliche Regelungen für die Bezahlung, in Berlin habe der Betriebsrat dies wegen rechtlicher Bedenken abgelehnt - die Alba nicht teilt.

dpa

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