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Eine Fahne der Gewerkschaft IG-Metall.

Eine Fahne der Gewerkschaft IG-Metall. © Daniel Bockwoldt/Archiv

Verteidigung

IG Metall fordert Lösungsvorschläge im Streit um Korvetten

Die Gewerkschaft IG Metall fordert von Politik und Unternehmen eine schnelle Lösung im Konflikt um den Bau von fünf Korvetten, der sich zu verzögern droht. "Die Marine braucht die Schiffe, die Werften können sie bauen, da muss man doch eine Lösung finden", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, am Donnerstag in Hamburg.

Hamburg. Sollte in diesem Jahr der Auftrag nicht mehr erteilt werden, so drohten bei den beteiligten Werften Probleme mit der Beschäftigung. "Die Auslastung in den anderen Bereichen Jachten und Reparatur ist auch nicht so, wie wir uns das wünschen", sagte Geiken.

Das Verteidigungsministerium wollte den Auftrag für den Bau der Korvette der Klasse K130 an das Konsortium der Werften Lürssen in Bremen und Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) vergeben, das bereits mehrere Schiffe dieser Klasse konstruiert und gebaut hat. Dagegen wehrte sich der Schiffbauer German Naval Yards Kiel (GNYK), da es keinen Wettbewerb um den Auftrag gegeben habe. Das Bundeskartellamt gab der Beschwerde der Kieler Werft recht.

Über eine mögliche Beschwerde des Ministeriums gegen den Beschluss des Kartellamtes müsste das OLG Düsseldorf entscheiden. "Diese Bundesregierung würde den Auftrag dann nicht mehr vergeben, sondern erst die nächste", sagte Geiken.

Wie eine alternative Lösung des Konflikts aussehen könnte, ist offen. Denkbar wäre, dass Lürssen und TKMS auch GNYK an dem Bau beteiligen. Das ist jedoch spekulativ. In der nächsten Woche wollen Betriebsräte aus den betroffenen Werften und die IG Metall über das Thema beraten.

dpa


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