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Festival

Hurricane: Schön schön wars in Scheeßel

Finale beim Hurricane Festival in Scheeßel: Drei Tage lang haben rund 65 000 Musikfans dort gefeiert. Polizei und Feuerwehr zogen eine positive Bilanz: Die Zahl der Diebstähle sank und nur 17 Mal mussten brennende Zelte oder Dixie-Toiletten gelöscht werden.

Scheeßel. Feiern und Musikhören bis zum Abwinken: 65 000 Gäste haben am Wochenende beim Hurricane Festival in Scheeßel gefeiert, teilweise rund um die Uhr. Ausverkauft war das Festival damit anders als in den Vorjahren nicht.

100 Bands waren an drei Tagen zu hören. Zu den musikalischen Highlights gehörte am Auftakttag der Auftritt der britischen Band Placebo bei strömendem Regen. Am Samstag zog Rapper Marteria die Fans an. Sein Rapperkollege Cro verabschiedet sich am Samstag nach einer knappen Stunde mit einem Feuerwerk von der Bühne.

Am Sonntag spielten unter anderem DJ Paul Kalkbrenner, das Folktronic-Duo Milky Chance und die Elektropunk-Band Frittenbude. Zu den Künstlern auf der Bühne gehörte auch der deutsche Rapper Alligatoah, der im Kreis Cuxhaven geboren wurde. Mittlerweile lebt der Musiker in Berlin. "Früher hat es mich immer genervt, dass hier nichts passiert", sagte der 25-Jährige am Rande des Musikfestivals. "Mir war langweilig und ich wollte nicht alleine meine Musik machen." 2006 startete er als Alligatoah, seinen bisher größten Erfolg feierte er mit der Single "Willst du", für die er im vergangenen Jahr eine Goldene Schallplatte bekam.

Die meisten Besucher in Scheeßel campten auch dieses Jahr wieder auf dem Festivalgelände, wo es allerdings nicht so matschig war wie in den Vorjahren - nach Dauerregen am Freitag und Samstagvormittag besserte sich das Wetter bis Sonntagabend deutlich. Von einem Riesenrad aus konnten sich die Besucher einen Überblick über das Festivalgelände verschaffen.

Die Polizei zog am Sonntagnachmittag eine positive Bilanz. Insgesamt gab es nach Angaben eines Sprechers weniger Straftaten und vor allem weniger Diebstähle als in den Vorjahren. Einer der Gründe dafür könne das neu eingeführte bargeldlose Bezahlsystem gewesen sein, sagte der Sprecher der Polizeiinspektion Rotenburg. "Vielleicht hat das die Diebe von Vornherein abgeschreckt", sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp.

Zum Start hatte es mit dem neuen bargeldlosen Bezahlsystem noch Probleme gegeben. Das Festivalbändchen enthielt einen Chip, der sich mit Guthaben für Getränke- und Imbissstände aufladen ließ. Ein Netzwerkfehler hatte am ersten Festivaltag für lange Schlangen an den Aufladestationen geführt.

Die Feuerwehr zog am Sonntagnachmittag ebenfalls eine eher positive Zwischenbilanz. In 17 Fällen mussten brennende Zelte oder Dixie-Toiletten gelöscht werden. "Man merkt aber, dass in diesem Jahr weniger Menschen hier sind", sagte ein Sprecher der Feuerwehr Scheeßel.


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