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Hungertod von Frau: Staatsanwältin fordert zehn Jahre für Ehemann

Im Prozess um den qualvollen Hungertod einer 49-jährigen Frau hat die Staatsanwaltschaft Verden für den Ehemann zehn Jahre Haft gefordert. Wie die Anklagebehörde in ihrem Plädoyer am Freitag weiter forderte, soll die 18 Jahre alte Tochter zu einer fünfjährigen Jugendstrafe verurteilt werden.

Verden. Die alkoholkranke Frau soll laut Anklage nach einem Sturz in der Wohnung der Familie in Thedinghausen nicht ausreichend mit Essen und Trinken versorgt worden sein. Ehemann und Tochter sollen sie mit gebrochener Hüfte auf dem Sofa liegengelassen haben, so dass die 49-Jährige über Wochen hinweg langsam verhungerte und verdurstete.

Vom Vorwurf des Mordes rückte Staatsanwältin Annette Marquardt ab, sagte eine Gerichtssprecherin im Landgericht Verden. Es sei nicht sicher nachweisbar, dass die Tat als Mord zu werten sei. Vater und Tochter seien aber wegen vorsätzlicher Tötung zu verurteilen. Durch die familiäre Nähe hätten sie eine Fürsorgepflicht gehabt. "Sie wussten, dass die Mutter so sterben würde", sagte Marquardt.

dpa


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