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Angeklagten bekamen Gefängnisstrafen von zehn und fünf Jahren.

Angeklagten bekamen Gefängnisstrafen von zehn und fünf Jahren. © S. Pförtner

Prozesse

Hohe Gefängnisstrafen im Fußfessel-Prozess

Der Hauptangeklagte im sogenannten Fußfessel-Prozess hat wenig Chancen, in absehbarer Zeit wieder auf freien Fuß zu kommen: Das Landgericht Göttingen verurteilte den 33-Jährigen am Mittwoch wegen versuchten Mordes an einer Rentnerin, gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes zu zehn Jahren Gefängnis, einer Therapie und Sicherungsverwahrung.

Göttingen. Das Gericht hält den mehrfach verurteilten drogenabhängigen Wiederholungstäter für gemeingefährlich. Der Mitangeklagte muss für fünf Jahre hinter Gitter. Das Gericht wertete seinen Tatbeitrag als Diebstahl in einem besonders schweren Fall.

Die Polizei war dem Duo auf die Spur gekommen, weil der ebenfalls vorbestrafte 32 Jahre alte Mitangeklagte eine elektronische Fußfessel trug. Der aus Duderstadt stammende Mann ist der erste Straftäter in Niedersachsen, den die Polizei wegen einer solchen Fußfessel gefasst hat. Er musste das Gerät nach einer Verurteilung wegen Missbrauchs von Kindern tragen.

Der Hauptangeklagte hatte gestanden, die Rentnerin im Januar in Hann. Münden bis zur Besinnungslosigkeit gewürgt und mit Tritten an den Kopf verletzt zu haben, um an Bargeld zu kommen. Der Fußfesselträger hatte die Idee zu der Tat gehabt und den Hauptangeklagten zum Tatort gefahren.

Das Gericht folgte weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger hatten deutlich mildere Strafen gefordert. Die bei dem Überfall lebensgefährlich verletzte Rentnerin leidet bis heute unter den Folgen.

dpa


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