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Das Hermann-Löns-Grab.

Das Hermann-Löns-Grab. © Philipp Schulze/Archiv

Literatur

Heimatdichter Hermann Löns bleibt umstritten

Der vor 150 Jahren geborene Schriftsteller Hermann Löns bleibt umstritten. Der oft als trivial und reaktionär kritisierte Heidedichter war nicht nur Autor, sondern auch Naturschützer und Gesellschaftskritiker, Journalist und Jäger, Alkoholiker und Frauenheld.

Walsrode. "Löns flüchtete vor den Anforderungen der Moderne in Naturidyll, Gewalt und Geschichte", beschreibt Löns-Kenner Thomas Dupke den Heimatdichter. "Löns war innerlich zerrissen mit Wahnvorstellungen und Gewaltfantasien", meint der Germanist.

Löns sei eine total zerrissene Persönlichkeit, sagt auch Heinrich Thies, Autor der im Februar erschienen Romanbiografie "Mein Herz gib wieder her". Das mache Löns für ihn so interessant. "Bei all seinen Schattenseiten muss man Löns differenziert betrachten", betont Thies. "Löns war eben nicht nur Kitschautor, Rassist und ein Alkoholiker mit psychischen Problemen, sondern auch durchaus ein brillanter Journalist, ein begnadeter Naturschilderer und ein Jagdpoet, der seine Weidgenossen nicht geschont hat."

Löns wurde am 29. August 1866 im westpreußischen Kulm (heute Chelmno) geboren. Nach 1933 vereinnahmten die Nazis den 1914 in Frankreich gefallenen Schriftsteller als "Blut-und-Boden-Dichter". Doch bekannt blieb Hermann Löns mit seinen Texten über die Lüneburger Heide.

dpa


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