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Zwei Flüchtlinge lesen in Hardheim die Benimmregeln.

Zwei Flüchtlinge lesen in Hardheim die Benimmregeln. © Christoph Schmidt/Archiv

Flüchtlinge

Hardheimer "Flüchtlingsknigge" stößt in Bremen auf Skepsis

Der von dem baden-württembergischen Dorf Hardheim aufgestellte Verhaltenskodex mit Benimmregeln für Flüchtlinge findet in Bremen keinen Nachahmer. Der Stadtstaat hält einen solchen Katalog für nicht erforderlich.

Bremen. "Die Flüchtlinge kommen aus zivilisierten Ländern und bringen Anstand und Sitte mit", sagte der Sprecher bei der Senatorin für Soziales, Bernd Schneider.

Die 4600-Einwohner-Gemeinde Hardheim hatte für die 1000 in dem Ort untergebrachten Flüchtlinge ein Regelwerk erstellt. Darin hieß es unter anderem: "Deutschland ist ein sauberes Land und das soll es bleiben!" Und: "Unsere Notdurft verrichten wir ausschließlich auf Toiletten, nicht in Gärten und Parks, auch nicht an Hecken und hinter Büschen." Die Formulierungen stießen auf viel Kritik.

Schneider nannte den Verhaltenskodex "absurd", Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) bezeichnete ihn als "belehrend". "Wir sollten Neubürgern und Schutzsuchenden nicht mit dem erhobenen Zeigefinger begegnen", sagte Mende. In Celle hängt das Grundgesetz auf Arabisch, Türkisch, Englisch und Französisch in den Flüchtlingsunterkünften. "Jeder und jede soll erkennen, was unsere Richtschnur ist, was Deutschland zusammenhält und leitet", so Mende (SPD) Anfang Oktober, nachdem die Plakate an angebracht wurden.

dpa


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