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Hameln zu Vorwürfen wegen Drecks in Polizei-Unterkunft

Nach massiver Kritik an den hygienischen Zuständen in einer Unterkunft für Polizisten beim Staatsbesuch von US-Präsident Obama hat der zuständige Landkreis alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Hameln. Untersuchungen unabhängiger Labors hätten ergeben, dass es in der Kaserne in Hameln keine Räume gegeben habe, die mit Blut, Kot, Urin, Sperma oder Erbrochenem verschmiert gewesen sein. Das sagte Hamelns Landrat Tjark Bartels (SPD) am Dienstag.

Die Kaserne war vorher als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzt worden. Während des Obama-Besuchs in Hannover sollten dort Polizisten schlafen. Drei Hundertschaften der nordrhein-westfälischen Bereitschaftspolizei weigerten sich aber, dort zu übernachten.

Landrat Bartels sagte, die von Polizisten im Internet veröffentlichten Fotos zeigten anders als behauptet keine Spuren menschlicher Exkremente, sondern Rückstände von Kaffee, Obst oder Milch. In den Medien sei vom Zustand der Unterkunft ein falsches Bild gezeichnet worden, das auch ein falsches Bild auf die vorherigen Bewohner werfe.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hielt die Vorwürfe dagegen aufrecht. Ähnlich schlimme Zustände in einer für Polizisten vorgesehenen Unterkunft wie in Hameln habe es bis dahin nicht gegeben, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Arnold Plickert.

dpa


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