Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Haftstrafe nach Amokfahrt in Verdener Rathaus
Nachrichten Niedersachsen Haftstrafe nach Amokfahrt in Verdener Rathaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:52 29.01.2018
Feuerwehrleute stehen neben dem ausgebrannten Pkw vor dem Rathaus. Quelle: Björn Hake/Archiv
Verden

Aus Protest gegen eine Baugenehmigung für ein Nachbarhaus ist ein 47-Jähriger mit einem Auto ins Verdener Rathaus gefahren. Der Schaden war immens, das Rathaus ist auch fast ein Jahr später noch immer eine Baustelle. Am Montag verurteilte das Amtsgericht Verden den Mann nun zu drei Jahren und drei Monaten Haft wegen Brandstiftung und versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.

Der Angeklagte war im vergangenen April mit dem Auto seiner Frau durch die Eingangstür bis ins Foyer des Rathauses gefahren, hatte den Wagen mit Benzin übergossen und angezündet. Darin lag auch eine Propangasflasche, die aber nicht explodierte. Im Rathaus brach jedoch ein Feuer aus, das einen Millionenschaden verursachte.

Der 47-Jährige habe die Tat gestanden, sagte eine Gerichtssprecherin. Er habe sich darüber geärgert, dass die Stadtverwaltung den Bau eines Mehrfamilienhauses auf dem Nachbargrundstück erlaubt habe. Dieses habe er als zu hoch und zu nah an seinem eigenen Grundstück empfunden.

Bei der Polizei hatte der Mann außerdem zugegeben, dass er das Rathaus mit der Gasflasche habe hochjagen wollen. Vor Gericht gab er dagegen an, dass die Flasche zufällig im Auto gelegen habe. Diese Aussage hielt der Richter jedoch für unglaubwürdig.

Mit dem Urteil folgte das Gericht in weiten Teilen der Staatsanwaltschaft, die drei Jahre und sechs Monate Haft gefordert hatte. Die Verteidigung sprach sich für eine Bewährungsstrafe aus.

Der 47-Jährige hatte damals nach seiner Amokfahrt vor dem Rathaus auf Polizei und Rettungskräfte gewartet. Er stellte sich und ließ sich widerstandslos festnehmen.

dpa

Bereits in Bulgarien als Flüchtlinge anerkannte Asylbewerber dürfen nicht wieder dorthin abgeschoben werden. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Montag entschieden, wie Sprecherin Andrea Blomenkamp mitteilte.

29.01.2018

Volkswagen widerspricht dem Verdacht, zwischen Schadstoffversuchen mit Menschen gebe es einen Zusammenhang mit der Dieselaffäre. Anlass einer Studie der Universität Aachen sei eine Diskussion um Stickstoffdioxid-Grenzwerte am Arbeitsplatz gewesen, teilte Volkswagen am Montag mit.

29.01.2018

Die Digitalisierung verändert die Berufswelt: Ab August gibt es daher einen neuen Ausbildungsberuf mit der Bezeichnung "Kaufmann im E-Commerce". Wie die Industrie- und Handelskammer Hannover am Montag mitteilte, ist es der erste neue kaufmännische Ausbildungsberuf seit zehn Jahren.

29.01.2018