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Niedersachsen Gymnasiallehrer fürchten Abordnungen
Nachrichten Niedersachsen Gymnasiallehrer fürchten Abordnungen
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00:18 16.06.2018
Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsens Gymnasiallehrer warnen vor chaotischen Zuständen an den Schulen. Der Philologenverband beklagt, dass erneut kurzfristig Gymnasiallehrer an anderen Schulen aushelfen müssen.

Bereits im vergangenen Schuljahr hatte es deshalb einen Konflikt mit dem Kultusministerium gegeben. Philologenvorsitzender Horst Audritz erklärte: „Uns wird aktuell aus den Schulen berichtet, dass sich die chaotischen Zustände des letzten Jahres wiederholen, wenn nicht gar deutlich ausweiten werden.“ Darauf würden Zahlen hindeuten, die dem Verband aus einem Bezirk der Landesschulbehörde vorlägen. Audritz spricht von einer „unvorstellbaren Anzahl“. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) habe offenbar „sein Ressort nicht im Griff“. Die „planerische Inkompetenz des Ministeriums übertrifft die schlimmsten Befürchtungen übertrifft“.

Einem Gymnasium sei zum Beispiel mitgeteilt worden, dass es keine Lehrer an Schulen mit schlechterer Unterrichtsversorgung abgeben müsse. „Zwei Tage später kommt nun die plötzliche Hiobsbotschaft, dass sie z.B. 150 Stunden abordnen müssen. Das sind mehr als 6 Lehrerstellen – ein unzumutbarer Vorgang, der nur fassungslos macht“, so Audritz.

Kultusminister Tonne sagte der NP, es werde Abordnungen geben, aber wohl überwiegend nicht an Grundschulen. Um wie viele Abordnungen es gehe sei örtlich verschieden. „Es gibt allerdings regional große Unterschiede.“ Tonne verwies darauf, dass das Ministerium zahlreiche Lehrer neu einstelle. Jede Einstellung helfe, Abordnungen zu vermeiden.

Von Dirk Altwig

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