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Umweltverschmutzung

Grundwasser im Raum Hatten mit hohen Nitratbelastungen

Hohe Nitratwerte im Grundwasser haben Gewässerexperten im Raum Hatten im Kreis Oldenburg bei Untersuchungen privater Brunnen festgestellt. In jeder vierten analysierten Probe habe die Nitratkonzentration teilweise deutlich oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter gelegen, teilte der Verein VSR-Gewässerschutz am Mittwoch mit.

Hatten. Zu viel Dünger auf den Feldern gilt als mögliche Ursache für die hohen Werte.

Die Nitratbelastung des Grundwassers in Niedersachsen gilt generell in vielen Teilen des Landes als problematisch. Im Frühjahr war durch einen Bericht des Umweltministeriums bekannt geworden, dass an einem Drittel der Kontrollmessstellen in Trinkwassergewinnungsgebieten der Grenzwert überschritten wurde.

Im Kreis Oldenburg waren Anfang August beim Verein Wasserproben von 76 Brunnen aus der Region abgegeben worden. Den höchsten Nitratwert fanden die Experten mit 139 Milligramm pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Steinkimmen, in Hattenwüsting waren es 128 mg/l, in Kirchhatten 122 mg/l und in Sandhatten 119 mg/l.

"Das Wasser ist wegen der Überschreitung der Trinkwasserverordnung nicht mehr zum Trinken geeignet", sagte Harald Gülzow vom Verein VSR-Gewässerschutz. Auch dürfe derart belastetes Wasser nicht zum Befüllen eines Fischteiches genutzt werden. Er warnte vor einer weiteren Überdüngung der landwirtschaftlich genutzten Böden. "Es kommt dadurch zu einer unnötig hohen Nitratauswaschung ins Grundwasser." Am 16. September steht das Labormobil der Gewässerschutzorganisation in Wildeshausen. Dort können Bürger ihr Brunnenwasser zur Untersuchung abgeben.

dpa


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