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Marianne Fritzen ist tot.

Marianne Fritzen ist tot. © Ingrid & Werner Lowin/Bürgerinitative Umweltschutz Lüchow Dannenberg

Personalien

Gründerin der Gorlebener Anti-Atom-Bewegung gestorben

Sie galt als Mitbegründerin der Anti-Atom-Bewegung in Gorleben: Die Umweltaktivistin Marianne Fritzen ist in der Nacht zum Montag im Alter von 91 Jahren gestorben.

Lüchow. Das teilte ihre langjährige Freundin, die Grünen-Politikerin und Europaabgeordnete Rebecca Harms, mit.

Fritzen hatte 1973, nachdem Pläne zum Bau eines Atomkraftwerkes in Langendorf an der Elbe bekannt geworden waren, die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg mitbegründet und leitete sie neun Jahre als Vorsitzende. Ende der 1970er Jahre gründete sie mit anderen die Grüne Liste Umweltschutz in Niedersachsen, den Vorläufer der späteren Partei Die Grünen.

Im Jahr 2000 verließ Fritzen die Grünen aus Protest gegen den Atomkonsens, den die Energieversorger mit der rot-grünen Bundesregierung mit dem damaligen Bundesumweltminister Jürgen Trittin geschlossen hatten. Trittin sagte am Montag, Fritzen sei der Partei auch danach in offenem und kritischem Dialog verbunden geblieben. "Marianne Fritzen war die Mutter des Widerstands im Wendland", sagte Trittin. Harms sagte über Fritzen, sie sei in ihrem Denken der Zeit früh voraus gewesen. "Sie hat die Bedrohung der Welt durch die Atomkraft in voller Dimension begriffen."

Fritzen wurde für ihr Engagement unter anderem mit dem Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung ausgezeichnet. Als Kommunalpolitikerin saß sie jahrelang im Kreistag und war fünf Jahre stellvertretende Bürgermeisterin von Lüchow. Noch bis ins hohe Alter nahm sie regelmäßig an Anti-Atomkraft-Demonstrationen teil.

dpa


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