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Unwetter

Gewitterfront: Schulklasse im Wald überrascht

Rekordwärme im März, Kälteeinbruch im April und Ende Mai dann eine Hitzewelle: So lautet die Bilanz des Frühlings 2017. Zum Abschluss gab es ein Unwetter, das quer über Niedersachsen zog.

Braunschweig. Eine Grundschulklasse ist in Braunschweig während eines Waldausflugs in eine Gewitterfront geraten und von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht worden. Die Lehrerin habe am Dienstagvormittag die Einsatzkräfte alarmiert, die die durchnässten Kinder zunächst in ihren Fahrzeugen unterbrachte und dann von einem Bus abholen ließ, sagte Einsatzleiter Frank Hermanns.

Das Gewitter mit Hagel und Starkregen sei am Vormittag vom Südwesten Richtung Nordosten des Landes gezogen und habe vereinzelt Straßen überflutet, teilte der Deutsche Wetter-Dienst mit. Auch die Feuerwehr hatte zu tun: In Wolfsburg brannte ein Einfamilienhaus, nach Zeugenhinweisen besteht der Verdacht, dass ein Blitzschlag das Feuer im Dachstuhl auslöste. Es entstand ein Schaden von etwa 80 000 Euro, Menschen wurden nicht verletzt.

Im Norden Braunschweigs zerstörte ein Blitzschlag Teile eines Daches und entfachte einen Schwelbrand, den die Einsatzkräfte aber löschten, bevor er sich ausdehnen konnte.

Das Gewitter kam zum Abschluss des meteorologischen Frühlings, der nach DWD-Angaben bundesweit deutlich zu warm ausfiel. Nach der Rekordwärme im März gab es einen Kälteeinbruch im April. In Niedersachsen und Bremen brachten die drei Frühlingsmonate in diesem Jahr mehr Sonnenstunden, höhere Temperaturen und weniger Regen als im Vorjahr.

Die Durchschnittstemperatur lag mit 9,7 Grad fast zwei Grad über den 7,9 Grad im Vorjahreszeitraum. (Bremen: 9,9/8,0). Die Niederschlagsmenge sank von 168 Liter pro Quadratmeter auf 140 Liter. Die Sonne schien mit 505 Stunden fast 50 Stunden länger als im Frühling 2016.

Hauptgrund für die höheren Temperaturen war der wärmste März seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnung im Jahr 1881. Mit 3,7 Grad über dem Wert aus Vergleichperioden wurden schon im März die Weichen für einen warmen Frühling gestellt.

Viele Pflanzen blühten wegen des milden Wetters deutlich früher als sonst. Umso verheerender wirkten sich aber die Kälteeinbrüche Mitte April auf die dann schon weit vorangeschrittene Vegetation aus. Der späte Frost hat etwa den Erdbeer-Bauern einen schweren Start in die Saison beschert.

dpa


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