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Geplante Flüchtlingsunterkunft geräumt - Versicherung fehlte

Viele Helfer haben ein ehemaliges Kurhotel zu einer Flüchtlingsunterkunft hergerichtet. Nun kann es nicht bezogen werden, weil eine Versicherung fehlt. Der Innenminister zeigt sich enttäuscht.

Bad Gandersheim. Weil der Eigentümer keine Brandschutzversicherung abgeschlossen hat, ist die Einrichtung einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Bad Gandersheim gescheitert. Das Land trat kurzfristig vom Mietvertrag des ehemaligen Kurhotels im Kreis Northeim zurück. "Die Sicherheit der Menschen in den Einrichtungen hat für das Land Niedersachsen bei der Flüchtlingsaufnahme allerhöchste Priorität", betonte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Freitag. Deshalb sei keine andere Entscheidung möglich gewesen. Zuvor hatte die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" ("HNA") über den Fall berichtet.

Eine Brandschutzversicherung sei eindeutig vom Eigentümer vertraglich zugesichert gewesen, betonte der Minister. Weil der Eigentümer von seinem Hausrecht Gebrauch machte und die Räumung verlangte, musste das zuvor hergerichtete Gebäude noch am Donnerstagabend geräumt werden. 300 Flüchtlinge sollten dort in Kürze untergebracht werden. Pistorius nannte die Entwicklung "extrem ärgerlich". Viele Menschen hätten in ihrer Freizeit unentgeltlich und hochengagiert mitgeholfen, innerhalb weniger Tage eine geeignete Unterkunft zu schaffen. Die "großartige Arbeit" sei nun leider umsonst gewesen.

dpa


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