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Niedersachsen Geldautomaten in Niedersachsen weiter Ziel von Sprengungen
Nachrichten Niedersachsen Geldautomaten in Niedersachsen weiter Ziel von Sprengungen
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12:22 31.12.2017
Polizist untersucht in Osnabrück einen gesprengten Geldautomaten. Quelle: Nord-West-Media TV/Archiv
Hannover/Lüneburg

Im vergangenen Jahr gab es mit 34 derartigen Vorfällen deutlich mehr Taten. Damals waren die Täter 14 Mal erfolgreich.

 Bei den Sprengungen wird erst ein Gasgemisch in die Automaten geleitet und dann gezündet. Oft entsteht dabei gewaltiger Sachschaden. Nach der Explosion raffen die Täter das Geld an sich und rasen davon. Überwiegend stammen sie nach LKA-Erkenntnissen aus den Niederlanden, ein hoher Anteil von ihnen soll nordafrikanische Wurzeln haben. Dazu kommt laut LKA noch eine Gruppe aus Polen und eine weitere, bei der es sich um Nachahmungstäter handelt. Die Behörde hatte Ende 2015 eine Sonderkommission eingerichtet, nachdem sich die Fälle immer mehr gehäuft hatten.

 Anfang November hatte ein 38-Jähriger im Landgericht Lüneburg die Sprengung von Geldautomaten in Niedersachsen und Hamburg gestanden. Bei seinen Taten waren allein mehr als 142 000 Euro verbrannt. Die Kammer hatte dem Mann eine Haftstrafe von höchstens sieben Jahren und neun Monaten zugesichert, falls er ein umfassendes Geständnis ablegen sollte.

Auch Hannover war betroffen

Mitte Juni dieses Jahres hatten es die Räuber auch auf hannoversche Automaten abgesehen: Innerhalb von drei Tagen sprengten sie einen Automaten in der Filiale der Deutschen Bank an der Podbielskistraße, einen Commerzbank-Automaten an der Vahrenwalder sowie erneut ein Gerät der Deutschen Bank in Langenhagen. Erfolgreich war allerdings nur die Sprengung des Commerzbank-Automaten. In Langenhagen blieb es beim Versuch, weil eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife die Täter auf frischer Tat ertappte. Diese konnten jedoch knapp der Polizei mit einem bereitstehenden Fluchtwagen entkommen. Auch in diesen Fällen ging die Polizei davon aus, dass eine Tätergruppe aus den Niederlanden für die Taten verantwortlich war.

dpa/voi/mrx