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Projektleiterin Carola Rudnick.

Projektleiterin Carola Rudnick. © Philipp Schulze/Archiv

Gedenkstätten

Gedenkstätte für Opfer der NS-Psychiatrie wird umgestaltet

Lüneburg (dpa/lni) - Die Gedenkstätte für die Opfer der NS-Psychiatrie in Lüneburg richtet ihre Dauerausstellung neu aus. Künftig sollen vor allem die Menschen und ihre Lebensgeschichten sowie die Menschenrechte im Fokus stehen, sagte Projektleiterin Carola Rudnick am Dienstag.

Die Gedenkstätte erinnert an die mehr als 200 000 behinderten und psychisch kranken Menschen, die in der Nazi-Zeit gezielt getötet wurden.

Ein Ort dieser Morde war die "Kinderfachabteilung" der Lüneburger Landesheil- und Pflegeanstalt. Mindestens sieben Prozent aller Opfer der Kinder- und Jugendlichen-"Euthanasie" zwischen 1941 und 1945 seien hier systematisch ermordet worden, teilte die Gedenkstätte mit. Sie wurde zum 1. September 2015 von einem neuen Trägerverein übernommen und heißt nun "Euthanasie"-Gedenkstätte Lüneburg.

Die Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren Kontakt zu mehr als 130 direkten Angehörigen von Opfern, Tätern, Zuschauern und Mitläufern der NS-Psychiatrie aufnehmen können. Auf dieser Basis wurden 60 Biografien erarbeitet und Fotos, Dokumente sowie Objekte übernommen. Die Gedenkstätte will zudem ein pädagogisches Archiv einrichten und eigene Bildungsarbeit etablieren. Alle Angebote sollen barrierefrei und für Menschen mit Behinderungen zugänglich sein. Für die Umgestaltung sind insgesamt fünf Jahre vorgesehen.

dpa


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