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Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne).

Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne). © H. Hollemann/Archiv

Museen

Frischer Wind in den Worpsweder Museen

Das kleine Dorf Worpswede bei Bremen will eine lebendige Künstlerkolonie sein. In den vergangenen Jahren wurde viel investiert. Seitdem geht es mit den Besucherzahlen wieder aufwärts.

Worpswede. Das Künstlerdorf Worpswede bei Bremen hat mit einem neuen Konzept den Besucherrückgang gestoppt. Seit 2007 wurden insgesamt zehn Millionen Euro investiert und mit einem Masterplan eine neue touristische Gesamtstrategie entwickelt. Gleichzeitig wurden die zentralen Museen Barkenhoff, Kunsthalle, Große Kunstschau und Haus im Schluh umfassend saniert.

Die Ausstellungshäuser schlossen sich zu einem Museumsverbund zusammen. "Vorher hat jeder sein eigenes Süppchen gekocht", sagte Kunsthallenleiterin Susanna Böhme-Netzel am Donnerstag. Jetzt gebe es eine gemeinsame Ausstellungs-Konzeption, außerdem ein Besucherleitsystem und eine neue Gästeinformation.

"Der Masterplan ist eines der wichtigsten Investitionsprojekte für Kultur in Niedersachsen", sagte Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne). Es sei gelungen, den Ort authentisch zu erhalten und konzeptionell weiterzuentwickeln. Mit rund sieben Millionen Euro stammt der Großteil des Fördergeldes vom Land.

Die neue Gesamtstrategie zeige Wirkung, auch in Museumskreisen, sagte Susanna Böhme-Netzel. "Wir werden wahrgenommen", freute sich Kunsthallenleiterin. "So viele Anfragen zu Ausstellungsbeteiligungen wie in den letzten zwei Jahren hatte ich noch nie."

Nach Angaben des Geschäftsführers des Museumsverbundes, Matthias Jäger, konnte auch der Rückgang der Besucherzahlen gestoppt werden. 2010 zählten die Museen weniger als 60 000 Besucher, 2014 waren es bereits 81 112. "Wir schielen aber nicht nur nach Besucherzahlen", stellte Jäger klar. "Wir bringen ein neues Denken in die Museen. Wir wollen den Besucher fordern."

Sorgen bereitet den Touristikern noch die schwache Wintersaison. Mit neuen Angeboten wie Führungen durch die Museumsdepots oder Winterspaziergängen mit Atelierbesuch sollen nun auch in der kalten Jahreszeit Gäste nach Worpswede gelockt werden. 

dpa


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