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Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik.

Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik. © J. Stratenschulte

Wissenschaft

Forscher: "Lisa Pathfinder"-Mission übertrifft Erwartungen

Die Satelliten-Mission zur Vorbereitung eines Gravitationswellen-Observatoriums im Weltall ist nach Angaben des verantwortlichen Wissenschaftlerteams erfolgreich gestartet.

Hannover. "Mit "Lisa Pathfinder" haben wir den ruhigsten der Menschheit bekannten Ort geschaffen", sagte Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, am Dienstag in Hannover. "Die Leistung der Mission ist spektakulär und übertrifft alle unsere Erwartungen bei weitem."

Der Satellit "Lisa Pathfinder" war im Dezember vom Weltraumbahnhof Kourou gestartet und hatte im Januar seinen Zielort 1,5 Millionen Kilometer entfernt von der Erde erreicht. Im März begannen die Wissenschaftler mit ihren Experimenten. Erste Ergebnisse wurden nun in den "Physical Review Letters" veröffentlicht. So zeigte das Team, dass die zwei Testmassen im Herzen des Satelliten frei im Weltall fallen und nur dem Einfluss der Schwerkraft unterliegen. Die Isolation von äußeren Störkräften sei fünfmal besser als ursprünglich erwartet, hieß es.  

Die von Albert Einstein 1916 vorhergesagten Gravitationswellen konnten Forscher im vergangenen September erstmals direkt nachweisen. Mit der nobelpreisverdächtigen Entdeckung wurde ein neues Kapitel in Physik und Astronomie aufgeschlagen. "Lisa Pathfinder" soll den Weg zur Entwicklung großer Weltraum-Observatorien bereiten, die Gravitationswellen von einer Vielzahl exotischer Objekte im Universum beobachten können.

dpa


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