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Auch für andere Hilfsprojekte wird in Niedersachsen weiter gespendet.

Auch für andere Hilfsprojekte wird in Niedersachsen weiter gespendet. © K. Hildenbrand/Symbol

Hilfsorganisationen

Flüchtlingshilfe stärkt allgemeine Bereitschaft zu spenden

Mit Spenden fördern viele Menschen die Organisationen in Deutschland bei ihrer Hilfe für Flüchtlinge. Die finanzielle Unterstützung für andere soziale Projekte bleibt dennoch stabil.

Hannover. Das hohe Aufkommen an Spenden für die Flüchtlingshilfe wirkt sich in Niedersachsen nicht negativ auf die Spendeneinnahmen anderer Projekte aus.

Die Zahl der Geldzuwendungen für die Unterstützung von Flüchtlingen sei in den letzten Monaten stark gestiegen, teilten Vertreter von Diakonie und Caritas mit. Eine ungleichmäßige Verteilung der Spendengelder sei dadurch jedoch nicht eingetreten. Andere soziale Hilfsprojekte kämen nicht zu kurz.

Wenn das bei der evangelischen Kirche der Fall wäre, würden fehlende Mittel durch andere Gelder ausgeglichen werden, sagte Diakonie-Sprecher Sven Quitkatt. Finanzielle Defizite in anderen Projekten habe man jedoch bislang nicht erkannt. "Wir spielen aber auch nicht ein Thema gegen ein anderes aus", meinte Quitkatt.

Die evangelischen Kirchen haben im Oktober speziell zu Spenden und Kollekten zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit aufgerufen. Die Resonanz in Niedersachsen sei groß, erklärte Quitkatt. Mit den Einnahmen werden unter anderem Kosten gedeckt, die bei der ehrenamtlichen Betreuung entstehen. Auch finanziere man die Ausbildung der Freiwilligen. Zudem würden Hauptamtliche dort eingesetzt, wo es an ehrenamtlichen Helfern fehle.

Ähnliche Entwicklungen gibt es auch bei den Spendeneinnahmen beim Caritasverband. Die Menschen spenden zwar vermehrt für Flüchtlinge, "andere Spenden haben aber nicht darunter gelitten, sie sind sogar gestiegen", erklärte Josef Moß vom Caritasverband in Osnabrück. "Ich denke, dass die Bereitschaft zu helfen allgemein gestiegen ist." Mit den Spenden für Flüchtlinge finanziert die Organisation konkret integrative Maßnahmen und Sprachunterricht.

Auch der niedersächsische Kinderschutzbund bemerkt keine Veränderung in der Ausrichtung der Spendenbereitschaft. "Was wir gemerkt haben ist, dass die Zahl der Anträge für Projekte zu Integration und Flüchtlinge steigen", sagte Sprecherin Birgit Würdemann. Die Organisation steuert die Förderung der Projekte. Eigene Projekte für direkte Flüchtlingshilfe gebe es nicht, dies sei nur indirekt ein Thema. So wurde beispielsweise die Arbeit mit traumatisierten Kindern bei der Ausbildung von Fachkräften verstärkt.

dpa


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