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Feuerwehrmann Jalal Daoud bei der Feuerwehr in Lehre-Flechtorf.

Feuerwehrmann Jalal Daoud bei der Feuerwehr in Lehre-Flechtorf. © Sebastian Gollnow/Archiv

Vereine

Flüchtlinge unterstützen die Feuerwehren

Den Feuerwehren in Deutschland fehlt der Nachwuchs. Um neue Mitglieder zu gewinnen, setzen einige deshalb auf Flüchtlinge. Derzeit sind in rund 50 Löschzügen in Deutschland Asylbewerber vertreten, sieben der Vereine stammen aus Niedersachsen.

Flechtorf. "Das löst nicht von heute auf morgen alle Nachwuchsprobleme. Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte die Sprecherin des Deutschen Feuerwehrverbands, Silvia Darmstädter. Auf Veranstaltungen in Flüchtlingsheimen oder bei Besuchen auf der Wache informieren die Feuerwehren die Neuankömmlinge über ihre Arbeit. Daraus entstehe bei diesen manchmal auch der Wunsch, mitzumachen, sagte Darmstädter.

In Niedersachsen gibt es immer weniger aktive Feuerwehrleute. Nach aktuellen Zahlen sank ihre Anzahl von 2010 bis 2014 um 2000 auf 124 585. Die Einbindung von Flüchtlingen ist aber nicht nur für sie eine Hilfe, auch die Flüchtlinge profitieren. "Die Feuerwehr ist ein Querschnitt der Gesellschaft und deshalb perfekt für die Integration", erklärte Darmstädter.

Probleme gibt es bei der Arbeit kaum. Das größte Hindernis sei die Sprache, meinte die Verbandssprecherin. "Das ist selbst für Deutsche wegen der Fachbegriffe nicht immer leicht." Manche Feuerwehren behelfen sich deshalb gerade bei den theoretischen Prüfungen in der Ausbildung, indem sie den Flüchtlingen Menschen zur Seite stellen, die ihnen beim Verstehen der Fragen helfen. Alles andere lernen sie dann in der Praxis.

dpa


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