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Migration

Flüchtling nach zwei Jahren erstmals zu Asylgründen befragt

Zwei Jahre nach seiner Ankunft in Deutschland hat der somalische Flüchtling Ali Mohamed Sharif erstmals einen Anhörungstermin zu seinen Asylgründen gehabt. Das Bundesamt für Migration (BAMF) in Braunschweig hatte den 20-Jährigen, der in Osnabrück wohnt, am Mittwoch eingeladen, wie sein Anwalt Andreas Neuhoff sagte.

Osnabrück/Braunschweig. Ob Sharif tatsächlich Asyl erhält, werde er aber erst in einigen Monaten erfahren. Das BAMF kommt derzeit beim Bearbeiten von Asylanträgen kaum hinterher.

Sharif war vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat geflohen. Im November 2013 war er nach Deutschland als Asylbewerber über Ungarn eingereist und sollte wieder abgeschoben werden - allerdings geschah nichts.

Seit zwei Jahren lebt er in Osnabrück, genauso lange wartet er auf die Entscheidung über seinen Asylantrag. Der 20 Jahre alte Somalier spricht inzwischen fließend Deutsch, die Sprachkurse bezahlte er aus eigener Tasche. Einen Integrationskursus schloss er glänzend ab, mit 32 von 33 Punkten. Außerdem suchte er sich einen Ausbildungsplatz als Maler und Lackierer. Derzeit ist Sharif nur geduldet, das heißt, die beteiligten Behörden verzichten vorerst auf eine Abschiebung.

dpa


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