Navigation:
Eine junge Frau hält ihren Babybauch.

Eine junge Frau hält ihren Babybauch. © Maurizio Gambarini/Archiv

Gesundheit

Experten: Schwangere besser über Alkohol-Tabu aufklären

Beratungsstellen und Gynäkologen sollten ausführlicher über die schwerwiegenden Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft informieren. Das forderten Experten bei einer Fachtagung zum Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) in Bad Bentheim.

Bad Bentheim. "Es gibt keine ungefährlichen Mengen", betonte der Therapeutische Leiter des Eylarduswerks, Klaus ter Horst.

Nach vorsichtigen Schätzungen werden jedes Jahr bundesweit mehr als 5000 Kinder geboren, die aufgrund des Alkoholkonsums der Mütter in der Schwangerschaft mehr oder weniger stark geistig und körperlich geschädigt sind.

Sehr viele von ihnen leben in Pflegefamilien oder Kinder- und Jugendheimen. Die meisten benötigten lebenslange Betreuung und dürften nicht überfordert werden, betonte ter Horst. "70 Prozent kommen ein Leben lang allein nicht klar. Sie werden kriminell, landen in Sucht oder Obdachlosigkeit."

Das Eylarduswerk - eine diakonische Einrichtung - betreut etwa 30 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit FAS. Zudem hat es seit Anfang 2015 eine FAS-Beratungsstelle, die Anfragen aus ganz Deutschland bearbeitet. Das Hilfsangebot sei bundesweit überschaubar und in vielen Regionen noch gar nicht vorhanden, sagte ter Horst.

Nach einer aktuellen europaweiten Studie trinken 26 Prozent der Frauen in Deutschland in der Schwangerschaft Alkohol. Das Zellgift schädigt die Hirnentwicklung und oft auch andere Organe des Ungeborenen irreversibel. Besonders verheerend ist die Wirkung zwischen der dritten und zwölften Schwangerschaftswoche.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Finden Sie, dass es im Stadion Bereiche geben soll, in denen Pyro erlaubt ist?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie