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Im Klinikum Leer sollen defekte Prothesen implantiert worden sein.

Im Klinikum Leer sollen defekte Prothesen implantiert worden sein. © Felix Kästle/Archiv

Prozesse

Ex-Chefarzt kämpft nach Prothesenskandal gegen Kündigung

Nach dem Skandal um Operationen mit defekten Bandscheibenprothesen am Klinikum Leer verhandelt das Arbeitsgericht Emden erneut über die Kündigung des früheren Chefarztes.

Emden. Das Krankenhaus hatte den Mediziner Ende 2015 fristlos entlassen, weil er verdeckte Provisionen von Herstellern medizinischer Produkte bekommen haben soll. Der Arzt klagt gegen die Kündigung. Sein Anwalt will unter anderem klären lassen, ob die Klinik den Betriebsrat rechtzeitig über die Kündigungsgründe informiert hatte. Nach einer ersten Verhandlung im Juni war der Vorschlag des Gerichts zu einer gütlichen Einigung erfolglos geblieben, seit Donnerstag befasst sich das Gericht erneut mit dem Fall.

Im Klinikum Leer sollen mindestens 48 Patienten defekte Bandscheiben implantiert worden sein. Die Prothesen verursachten später massive Beschwerden, viele Patienten mussten erneut operiert werden. Die Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt gegen den Chefarzt wegen Körperverletzung, die Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen Bestechlichkeit.

dpa


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