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Erstmals seit fast 60 Jahren wieder Rotz-Infektion bei einem Pferd

Erstmals seit fast 60 Jahren ist in Deutschland bei einem Pferd wieder die ansteckende Infektionskrankheit Rotz nachgewiesen worden. Bei einem Sportpferd aus dem Kreis Osnabrück habe sich der Verdacht durch Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts jetzt bestätigt, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Mittwoch mit.

Hannover. In Deutschland trat der letzte Fall der Krankheit bei Pferden nach Angaben des Ministeriums 1956 auf. Nun werden in Beständen, in denen sich das Tier befand, weitere Untersuchungen durchgeführt. Wie sich das Pferd infizierte ist bisher nicht geklärt. Es wurde getötet.

Die Infektionskrankheit Rotz ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, sie tritt vor allem bei Pferden, Eseln, Maultieren oder Zebras auf. Ansteckungen von Menschen seien grundsätzlich möglich, aber sehr selten, hieß es aus dem Ministerium.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Rotz weltweit verbreitet, wurde in Westeuropa und Nordamerika aber in den fünfziger Jahren weitgehend ausgerottet. Zuletzt war die Krankheit in Südamerika und Asien aber wieder vermehrt aufgetaucht.

dpa


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