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Der 1142 Meter hohe Brocken am 31.01.2014 unter einer Schneedecke.

Der 1142 Meter hohe Brocken am 31.01.2014 unter einer Schneedecke.© Stefan Rampfel

Wetter

Erster Schnee der Saison im Harz

In den Höhenlagen des Harzes hat es am Mittwoch den ersten Wintereinbruch der Saison gegeben. Der Brocken präsentierte sich am Vormittag in einem weißen Kleid. Der Schnee bleibe bei Temperaturen von vier Grad unter dem Gefrierpunkt zumindest vorerst liegen, sagte ein Mitarbeiter der Wetterwarte.

Brocken. Die Schneehöhe betrage mehrere Zentimeter. Bei Windgeschwindigkeiten um 50 Stundenkilometer herrschte auf dem mit 1141 Metern höchsten Berg Norddeutschlands allerdings alles andere als angenehmes Ausflugswetter. Auch in etwas niedrigeren Höhen des Mittelgebirges schneite es. Die Schneefallgrenze lag nach Angaben der privaten Wetterwarte Braunlage bei rund 600 Metern.

Am Torfhausberg der Bundesstraße 4 blieben am Morgen einige Lastwagen liegen. Die Fahrzeuge seien nicht mit Winterreifen ausgerüstet gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei in Goslar. Behinderungen habe es auch am Kesselberg bei Hohegeiß gegeben. Die Straßenmeisterei war im Einsatz.

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Hier gibts die aktuellen Schneehöhen

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Während die Polizei davon abriet, mit schweren Lkw den Oberharz zu überqueren, hatten Pkw trotz des Winterwetters nur wenig Probleme. Unfälle habe es zunächst jedenfalls nicht gegeben, sagte der Polizeisprecher. In den kommenden tagen sollen die Temperaturen auch im Oberharz wieder geringfügig steigen, so dass der Schnee in Regen übergehen dürfte.

Um den ersten Schnee dieser Saison nicht zu verpassen, hat ein Pärchen sogar auf dem Brocken im Freien übernachtet. Mit wetterfester Kleidung und Schlafsack ausgerüstet, zog es die Studenten Chryssi Küsster und Andreas Hippler mit weiteren Abenteuerlustigen auf den 1141 Meter hohen Berg.

"Die Vorstellung, auf dem höchsten Berg Niedersachsens in den schwarzen Himmel zu gucken und die weißen Flocken kommen runter, das wollten wir uns nicht nehmen lassen", sagte Küsster am Mittwoch.

In ganz Deutschland hats zum Teil bis ins Flachland geschneit. In Oberfranken, im Thüringer Wald, im Oberen Vogtland und im Westerzgebirge in Sachsen habe es am meisten geschneit, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst am Morgen. Mit Verweis auf die Jahreszeit sagte der Wetterexperte: "Dass es teilweise bis ins Flachland schneit, haben wir nicht alle Jahre."

In Osterfeld in Sachsen-Anhalt etwa habe es bis runter auf 246 Meter geschneit. Lange vorhalten dürfte der Schnee in den Niederungen aber nicht. Im Landkreis Hof in Bayern kam es zu Verkehrsbehinderungen. Jedoch habe es "nur zwei, drei kleinere Unfälle" gegeben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. Im restlichen Bayern blieben Autofahrer zunächst jedoch von Winterwetter verschont. "Ich habe noch keine Schneeflocke gesehen", sagte etwa ein Sprecher der Polizei in Niederbayern.

Auch in Nordrhein-Westfalen hielt der Winter in der Nacht erstmals mit Schnee und Frost Einzug - wenngleich auch nur sehr kurz. In Höhen über 400 Metern blieben die Flocken zumindest in den Morgenstunden liegen, wie der DWD mitteilte. In Ostwestfalen werde bereits geräumt, auch im Hochsauerlandkreis hat es laut DWD geschneit. "Allerdings ist der Boden noch warm, da bleibt der Schnee nicht lange erhalten", sagte Meteorologin Cornelia Urban vom DWD in Essen.

Auch im Thüringer Wald, dem Vogtland und im Westerzgebirge schneite es. In tieferen Lagen wie Leipzig oder Dresden könnte es laut DWD am Vormittag Schneeregen geben. Vor allem in den bergigen Regionen soll es am Mittwoch Voigt zufolge weiter schneien. Die Schneefallgrenze steige allerdings während des Tages auf über 1000 Meter an. In den kommenden Tagen wird laut DWD kein Frost mehr erwartet. "Das war ein kurzes Winter-Intermezzo und eher ein Einzelfall", sagte DWD-Meteorologe Manuel Voigt. Schnee im Oktober, vor allem im Mittelgebirge, komme häufiger vor, sagte Herold. Die niedrigen Temperaturen seien für die erste Oktoberhälfte aber sehr ungewöhnlich.

dpa


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