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Zwei Bildschirme zeigen ein Phantombild und eine Passworteingabe.

Zwei Bildschirme zeigen ein Phantombild und eine Passworteingabe. © Julian Stratenschulte/Archiv

Kriminalität

Ermittlungserfolg in Verden: "Maskenmann" verrät Passwörter

Jahrelang verriet der "Maskenmann" die Passwörter für seine Computerfestplatte und andere Datenträger nicht. Nun hat der Kindermörder und Sexualstraftäter sein Geheimnis gelüftet.

Verden. Mehr als fünf Jahre nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft hat der sogenannte Maskenmann die Passwörter zu seinen bisher verschlüsselten Datenträgern verraten. Wie die Polizei in Verden am Montag mitteilte, werten die Beamten derzeit die Daten aus. Martin N. hatte jahrelang kleine Jungen missbraucht und drei von ihnen im Alter von 8, 9 und 13 Jahren ermordet. Zwischen 1992 und 2001 schlich er sich in Norddeutschland nachts maskiert an die Betten seiner Opfer. 2012 wurde er vor dem Landgericht Stade verurteilt.

Ob die Ermittler auf der nun zugänglichen Computerfestplatte und weiteren Datenträgern wichtige Hinweise finden, ist unklar. "Bisher wurden keinerlei Bild-, Video- oder sonstige Dateien gefunden, die auf weitere Tötungsdelikte oder Missbrauchstaten durch den Verurteilten schließen lassen", hieß es. Aufgrund der Datenmenge werde es voraussichtlich mehrere Monate dauern, bis die Ermittler der Soko "Dennis" zu einem abschließenden Ergebnis kommen.

Um an die Passwörter zu kommen, hielten die Ermittler über Jahre hinweg den Kontakt zu dem Gefangenen. In unregelmäßigen Abständen befragten sie ihn, konnten aber keine wesentlichen Informationen zu den Passwörtern erlangen. Warum Martin N. sie nun doch genannt hat, ist unklar. Die Polizei machte dazu keine Angaben.

dpa


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