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Mitglieder des EU-Parlaments in Straßburg am 06. Oktober 2015.

Mitglieder des EU-Parlaments in Straßburg am 06. Oktober 2015. © Patrick Seeger

EU

EU-Parlament geht mit VW hart ins Gericht

In der EU müssen nach Auffassung vieler Europa-Abgeordneter angesichts des Skandals bei Volkswagen so schnell wie möglich realistische Abgastests eingeführt werden.

Straßburg/Wolfsburg. Dies forderten mehrere Parlamentarier am Dienstag in Straßburg. Eine unabhängige, EU-weite Typengenehmigungsstelle sollte rasch angegangen werden, sagte die Belgierin Kathleen Van Brempt im Namen der Sozialdemokraten.

Die Europäer sollten diese Krise nutzen, um sich Elektrofahrzeugen zuzuwenden, sagte sie. Das Parlament will Ende Oktober über eine Entschließung zu dieser Debatte abstimmen.

EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska pochte auf "null Toleranz für Betrug". Sie sprach sich für Sanktionen aus, wenn geltende Grenzwerte für Abgase und Treibstoff-Verbrauch nicht eingehalten werden. Die EU-Kommission habe schon vor zwei Jahren vorgeschlagen, Autos unter echten Fahrbedingungen zu testen, weil Labortests nicht ausreichend seien.

Die Empörung über "kriminelle Machenschaften" im VW-Konzern zog sich durch die meisten Fraktionen. Alles müsse unternommen werden, damit sich so etwas nie mehr wiederhole, hieß es. Der deutsche Grüne und Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Michael Cramer, nannte es "peinlich", dass die Manipulationen bei Diesel-Abgaswerten in den USA und nicht in Europa entdeckt worden seien.

dpa


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