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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. © Karlheinz Schindler/Archiv

Religion

Drei neue Rabbiner werden in Frankfurt ordiniert

Feiern wie diese haben noch immer Seltenheitswert in Deutschland: Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg werden in Frankfurt drei orthodoxe Rabbiner ordiniert. Ihre Einsatzorte stehen bereits fest.

Frankfurt. Neue Rabbiner für Gemeinden in Niedersachsen, Sachsen und Thüringen: Am Montag werden in der Frankfurter Westend-Synagoge drei orthodoxe Rabbiner feierlich in ihr Amt eingeführt. Alle drei sind Absolventen des Rabbinerseminars in Berlin, das 2009 öffnete. Seitdem gab es bereits vier Ordinationen von bislang zehn Rabbinern. Das Seminar bildet in der Regel pro Jahr nur zwei Studenten aus, die nicht nur Talmud und das jüdische Religionsgesetz Halacha studieren, sondern auch Sozialarbeit.

"Für eine jüdische Gemeinde ist es ein großer Gewinn, einen eigenen Rabbiner zu haben. Das stärkt den Zusammenhalt und die Identifikation", betonte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, in einer Stellungnahme zu der Ordination.

Zu dem Festakt werden nicht nur Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland und Rabbiner aus ganz Europa erwartet, sondern auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Ronald Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Die Einsatzorte der dann frisch ordinierten Rabbiner im Alter von 28 bis 34 Jahren stehen bereits fest: Nosson Kaplan ist Assistenzrabbiner der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Jochanan Guggenheim wird als Assistenzrabbiner in Leipzig arbeiten, während Benjamin Kochan nicht nur Gemeinderabbiner von Erfurt, sondern zugleich Landesrabbiner von Thüringen ist.

dpa


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