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Ein Drachenaquamanile steht in einer Vitrine im Dommuseum Hildesheim.

Ein Drachenaquamanile steht in einer Vitrine im Dommuseum Hildesheim. © Holger Hollemann

Kunst

Dommuseum erwirbt kostbares Gießgefäß in Drachenform

Das Hildesheimer Dommuseum hat mit Hilfe diverser Stiftungen ein seltenes mittelalterliches Gießgefäß gekauft. Das sogenannte Drachenaquamanile kostete knapp 1,3 Millionen Euro.

Hildesheim. Wie das Museum am Donnerstag mitteilte, war es selbst der Fachwelt lange nicht bekannt. Vor sechs Jahren tauchte das Gefäß in einem süddeutschen Auktionshaus auf, wo es fälschlicherweise als eine osmanische Öllampe des 19. Jahrhunderts angeboten wurde. Die kostbare Neuerwerbung wird von diesem Freitag an erstmals öffentlich gezeigt.

Das Gießgefäß ist dünnwandig aus Bronze gegossen und mit zahlreichen Ornamenten verziert. Seine Form geht nach Angaben des Museums auf einen sogenannten Senmurven zurück, ein Wesen der persischen Mythologie. Vermutlich stamme die Form aus dem maurischen Spanien.

Die am Freitag startende Ausstellung "Drachenlandung. Ein Hildesheimer Drachenaquamanile des 12. Jahrhunderts" läuft bis zum 16. Oktober. Das kostbare Gusswerk wird neben anderen bedeutenden Bronze-Arbeiten aus der Sammlung des Museums präsentiert. Dazu zählen die Bernwardtür, die Bernwardsäule und das Taufbecken im Dom. Den Ankauf gefördert haben die Kulturstiftung der Länder, die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Stiftung Niedersachsen sowie die Klosterkammer Hannover.

dpa


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