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Polizei

Disziplinarverfahren gegen gleich zwei Polizeichefs

Gegen Wolfsburgs Polizeichef wird strafrechtlich ermittelt. Was ihm vorgeworfen wird ist zwar noch unklar, doch das Innenministerium hat bereits Konsequenzen gezogen.

Wolfsburg/Hannover. Der Wolfsburger Polizeichef Hans-Ulrich Podehl ist wegen strafrechtlicher Ermittlungen gegen ihn versetzt worden. Es seien "ernstzunehmende Vorwürfe" erhoben worden, teilte das Niedersächsische Innenministerium am Freitag mit. Zuvor hatten bereits mehrere Medien über eine Versetzung Podehls am Mittwoch berichtet.

Der Leiter der Polizeiinspektion sei auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz in die Zentrale Polizeidirektion in Hannover abgeordnet worden, hieß es aus dem Ministerium. Was ihm genau vorgeworfen wird, wollte ein Sprecher wegen "schutzwürdiger Interessen" nicht sagen. Allerdings hätten die Vorwürfe "ein innerdienstliches und verhaltensbezogenes Fehlverhalten zum Gegenstand".

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig wird den Fall nun prüfen und die strafrechtliche Relevanz bewerten. Geprüft wird laut Innenministerium auch, ob der Braunschweiger Polizeipräsident, Michael Pientka, vom vermeintlichen Fehlverhalten des Wolfsburger Polizeichefs wusste und wie er mit diesem Wissen umgegangen ist. Deshalb sei auch gegen Pientka ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Wie es in der Wolfsburger Polizeiinspektion weitergeht, war zunächst unklar. Die Versetzung Podehls sei eine temporäre Maßnahme. Eine Übergangslösung für seine Nachfolge solle kurzfristig vorbereitet werden, so der Ministeriumssprecher.

dpa


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