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Ein Reisender schiebt seine Koffer auf einem Gepäckwagen.

Ein Reisender schiebt seine Koffer auf einem Gepäckwagen.© Roland Weihrauch/Archiv

Kriminalität

Diebe mögen Bahnhöfe: Gepäck-Klau nimmt zu

Simpel, aber dreist sind die Tricks der Taschendiebe. Besonders erfolgreich sind sie an Bahnhöfen. Dort steigt die Zahl der Delikte deutlich an.

Hannover. Ferienzeit ist Reisezeit - und damit Hochsaison für Taschendiebe an den Bahnhöfen. Dort greifen Kriminelle immer öfter in fremde Handtaschen oder schnappen sich Gepäckstücke der Bahnkunden. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Bahnpolizeidirektion Hannover in Niedersachsen, Bremen und Hamburg bereits 3507 Diebstähle, das sind 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Besonders Großstadtbahnhöfe Hannover, Hamburg und Bremen waren betroffen, die Diebe griffen aber auch in Städten wie Oldenburg, Osnabrück, Braunschweig und Göttingen zu. Taschendiebe seien oft "professionelle, international reisende Täter", sagte ein Bahnsprecher. Die Deutsche Bahn sei sich des Problems bewusst und arbeite in der Prävention eng mit der Bundespolizei zusammen. Um Reisende zu warnen, wurde die Präventionskampagne "Achten Sie auf Ihre Wertsachen" gestartet.

"2014 wurden neun Prozent der Taschendiebstähle aufgeklärt", sagte Britta Heuberger von der Bundespolizeidirektion Hannover am Montag. Neben Deutschen hätten die Beamten an den Bahnhöfen Tatverdächtige aus Süd- und Südosteuropa und aus nordafrikanischen Ländern festgestellt, die oftmals arbeitsteilig in Gruppen vorgingen.

Zum Repertoire der Täter gehören meist Ablenkungstricks, die das Opfer irritieren sollen, damit ein Komplize das Durcheinander ausnutzen kann.

Allein in Niedersachsen und Bremen registrierten die Bahnpolizisten in den ersten fünf Monaten 1370 Diebstähle und damit eine Steigerung von 50 Prozent. Zum Vergleich: 2014 lag dort die Gesamtzahl bei knapp 2000. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Direktion, zu der auch Hamburg gehört, lag die Zahl der Delikte 2014 bei knapp 6000 (2013: 5173 Diebstähle). Die Schadenssumme übersprang dabei die Schwelle von einer Million Euro.

dpa


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