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Die Zentrale Erfassungsstelle in Salzgitter

Schüsse an der Grenze, politische Urteile, Misshandlungen - staatliches Unrecht in der DDR sollte systematisch erfasst und dokumentiert werden. Noch unter dem Eindruck des Mauerbaus am 13. August 1961 beschlossen die Justizminister der Länder, eine entsprechende Behörde einzurichten.

Salzgitter. Am 24. November 1961 nahm die "Zentrale Beweismittel- und Dokumentationsstelle der Landesjustizverwaltung" in Salzgitter ihre Arbeit auf.

Die Idee ging auf Berlins Regierenden Bürgermeister Willy Brandt (SPD) zurück. Vorbild war die "Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltung zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen" in Ludwigsburg (Baden-Württemberg). Von 1961 bis 1992 registrierte die kleine Behörde in Niedersachsen mehr als 42 000 Gewalttaten und lieferte nach dem Ende der DDR wertvolle Beweise für die Strafverfolgung.

Informationen lieferten politische Gefangene, die der Westen freigekauft hatte, DDR-Flüchtlinge sowie Augenzeugen, die erfolglose Fluchtversuche beobachtet hatten. Nach der Vereinigung wurde die Erfassungsstelle 1992 geschlossen, die Verfolgung der Straftaten übernahmen die Behörden in den neuen Bundesländern. Die Akten aus Salzgitter liegen heute im Bundesarchiv in Koblenz.

dpa


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