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Anwohner protestieren bei Wietzendorf gegen die Y-Bahntrasse.

Anwohner protestieren bei Wietzendorf gegen die Y-Bahntrasse. © Julian Stratenschulte/Archiv

Bahn

Dialogforum zur Y-Trasse hat noch keine Vorauswahl getroffen

Wo die Y-Trasse für die steigende Zahl von Güterzügen aus den Häfen Richtung Süden verlaufen wird, ist noch völlig offen. Dem Dialogforum aus Kommunen und Bürgerinitiativen ist noch keine Vorauswahl gelungen.

Celle. Zwei Monate vor Abschluss des Dialogforums zur umstrittenen Y-Trasse zeichnet sich noch keine Entscheidung zum bevorzugten Verlauf der Eisenbahnstrecke durch Nordniedersachsen ab. Kommunen und Bürgerinitiativen berieten am Freitag in Celle über die Auswahl der besten Trassenvariante, die bis spätestens Anfang November zum Abschluss des Forums getroffen sein soll. Als schwierig erwies sich am Freitag die Abschätzung der Umweltauswirkungen und Machbarkeit der insgesamt zehn diskutierten Trassenvarianten.

Statt einer ursprünglich geplanten ICE-Schnellfahrstrecke von Hannover Richtung Hamburg und Bremen geht es inzwischen um zusätzliche Gleise für die steigende Zahl von Güterzügen aus den Seehäfen. Neben Neubautrassen liegen auch etliche Konzepte zum Ausbau der bestehenden Strecken auf dem Tisch. Das Dialogforum soll einen offenen Konflikt wie bei dem Projekt "Stuttgart 21" zu vermeiden.

Bahn, Bund und Land haben zugesichert, dem Ergebnis des Forums Gewicht zu geben, auch wenn die empfohlene Trasse nicht die kostengünstigste oder aus Bahnsicht die beste ist. Die Entscheidung, was gebaut wird, entscheidet am Ende der Bund. Das im Februar gestartete Forum kommt am 5. November zu seiner letzten Sitzung zusammen.

"Wir wollen nicht nach dem St.Floriansprinzip vorgehen, sondern ein nachhaltiges Verkehrskonzept haben", sagte der Winsener Bürgermeister André Wiese (CDU) nach Beratungen der betroffenen Kommunen. Verbesserungen müsse es auch im Nahverkehr geben. Die Bispinger Rathauschefin Sabine Schlüter (SPD) betonte, dass bei der Trassenwahl ein Ausbau nicht automatisch vor einem Neubau komme. Ausgewählt werden müsse nach objektiven Kriterien. Einen besonderen Schutz genieße die Lüneburger Heide, die nicht bloß Hafenhinterland sei, sondern eine wichtige Kulturlandschaft mit großer touristischer Bedeutung.

dpa


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