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Flüchtlinge

Deutsche Seenotretter in der Ägäis: Viele Menschen gerettet

Seenotretter aus Deutschland haben zusammen mit ihren griechischen Kollegen in der Ägäis vor der Insel Lesbos mehr als 1100 Bootsflüchtlinge gerettet. Darunter waren 202 oft kleinste Kinder, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Samstag mit.

Bremen/Lesbos. Die deutschen Seenotretter hatten mit dem früheren DGzRS-Kreuzer "Minden" seit Anfang März die griechischen Kollegen ausgebildet und unterstützt. Der dreimonatige Einsatz endete am Samstag mit der Rückgabe der "Minden" an den jetzigen Eigentümer, der das Schiff für die Aufgabe kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Die DGzRS hatte die "Minden" 2014 verkauft.

53 Seenotretter der DGzRS und 23 Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beteiligten sich an dem Programm "Members assisting Members" der International Rescue Federation. "Sie haben nicht nur Hunderte von Menschen aus Gefahr befreit, sondern auch wertvolle Erfahrungen gesammelt", sagte Kapitän Udo Helge Fox, Leiter des DGzRS-Rettungsdienstes in Griechenland. Nahezu täglich seien in den vergangenen Monaten in ihrem Einsatzgebiet Flüchtlinge auf See in große Gefahr geraten.

Die Ausbildung durch die deutschen Kollegen sei sehr wichtig gewesen. "Unsere Besatzungen haben standardisierte Einsatzverfahren gelernt und verinnerlicht, die uns unserem einzigen Ziel einen großen Schritt näher bringen: Menschenleben auf See zu retten", sagte der Präsident der griechischen Rettungsorganisation Hellenic Rescue Teams. Die Retter unterstützen künftig mit neuen, eigenen Booten die Küstenwache vor Lesbos, Chios, Samos und Kos.

dpa


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