Navigation:
Schulen

Der Streit zwischen Gymnasiallehrern und Landesregierung

Der monatelange Streit der Gymnasiallehrer mit der Landesregierung in Niedersachsen ist im Sommer mit einem Erfolg für die Pädagogen zu Ende gegangen. Das Oberverwaltungsgericht entschied, dass die von Rot-Grün um eine Stunde erhöhte Unterrichtszeit verfassungswidrig ist.

Lüneburg. Die Richter erklärten die seit August 2014 geltende Regelung für unwirksam, weil sie gegen die Fürsorgepflicht des Landes und gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstieß. Es sei nicht klar, warum Gymnasiallehrer anders behandelt worden seien als andere Lehrer, urteilte das Gericht.

Eine Niederlage war das Urteil vor allem für Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). Sie hatte die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Gymnasiallehrer als wesentlichen Baustein ihrer "Zukunftsoffensive Bildung" betrachtet. Die Ministerin wollte damit den Ausbau der Ganztagsschulangebote finanzieren.

Für das Land bedeutet die juristische Niederlage Mehrkosten in Millionenhöhe, weil gut 700 Lehrer neu eingestellt werden müssen. Viele Gymnasiallehrer, die als Reaktion auf die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung beschlossen hatten, keine Klassenfahrten mehr zu betreuen, änderten nach dem Urteil ihre Haltung. Die Landtagsopposition hatte - allerdings folgenlos - Heiligenstadts Rücktritt gefordert.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Die Bahn verspricht, pünktlicher zu werden - schafft sie das?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie