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Neonazis, Fußball, Rocker: Die Polizei muss am Wochenende sechs Großeinsätze in Niedersachsen meistern.

Großeinsätze

Demos, Fußball, Rocker: Horrotage für die Polizei

Für Niedersachsens Polizisten wird es ein Horror-Wochenende: Rockertreffen, Rechten-Demo, brisante Fußballpartien. „Ich befürchte bei allen Veranstaltungen gewalttätige Auseinandersetzungen“, sagt Alexander Zimbehl, Vize-Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerk-schaft in Niedersachsen. In Göttingen beim NPD-Aufmarsch ist sogar seitens der Stadt der polizeiliche Notstand begründet worden, da bundesweit zur Teilnahme an Gegendemonstrationen aufgerufen wird. Mehr in der Freitagsausgabe der NP.

Hannover. Zimbehl kennt die Sorgen der Beamten, die sich immer öfter problematischen Lagen ausgesetzt sehen – und am Rande der Belastungsgrenze: „Sie werden angegriffen, bespuckt und beleidigt. Meine Kollegen sagen mir, dass sie sich manchmal wie der letzte Dreck fühlen.“

Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, sieht ein Niveau der Arbeitsbelastung erreicht, das immer mehr Kollegen krank mache: „Die Krankenquote ist schon jetzt viel zu hoch.“ Zwar gebe es Beratungsstellen für psychische Probleme bei den Behörden, das Angebot reiche aber nicht: „Darum muss der kontinuierliche Ausbau der Regionalen Beratungsstellen erfolgen.

“Das Niedersächsische Innenministerium hat bereits die Verstärkung der Polizei beschlossen – Problem: Die Effekte höherer Einstellungsquoten sind erst verzögert spürbar, wenn die neuen Beamten die Ausbildung hinter sich haben. Für Schilff ein Ärgernis: „Wir reden seit 2011 von dem Bedarf und wurden jahrelang ignoriert.“ Kollege Zimbehl ist besorgt: „Wenn das so weitergeht, werden uns immer mehr Beamte aus den Stiefeln kippen.“

Sebastian Scherer


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